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Leben

Was hält eine Zelle am Leben? Wie erkennt ein Enzym sein Substrat, wie schützt sich eine Pflanze vor einem Krankheitserreger, und warum falten sich Proteine auf genau eine einzige funktionsfähige Weise? Diese fundamentalen Fragen treiben die Forschenden im Department für Chemie und Biochemie an. Mit den Mitteln der modernen Chemie untersuchen sie, wie biologische Funktion aus Struktur und intermolekularer Wechselwirkung entsteht: durch hochauflösende Strukturanalyse von Proteinen und Nukleinsäuren, die gezielte Synthese chemisch modifizierter Biomoleküle und den präzisen Eingriff in zelluläre Signalwege. So verbindet die Forschung im Department fundamentales Verständnis biologischer Prozesse mit konkreten Perspektiven für Medizin, Landwirtschaft und Biotechnologie.

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Proteine

Proteine sind die molekularen Maschinen des Lebens: Sie katalysieren biochemische Reaktionen, vermitteln interzelluläre Signalübertragung und bilden strukturelle Gerüste in Geweben und Zellen. Die Arbeitsgruppen des Departments bestimmen Proteinstrukturen mit atomarer Auflösung und analysieren, wie konformationelle Flexibilität und posttranslationale Modifikationen die molekulare Funktion regulieren. Zu den Forschungsobjekten zählen Proteinkinasen, inhibitorische Neurorezeptoren, extrazelluläre Matrixkomponenten sowie Proteine, die an der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beteiligt sind.

Dieses Thema vereint

Daniel Friedrich

Das Friedrich Lab nutzt NMR, um Struktur-Aktivitäts-Beziehungen in biomolekularen Wechselwirkungen aufzuklären und molekulare Prinzipien biologischer Funktionen zu definieren. Der Fokus liegt auf dynamischen Übergängen mit atomarer Auflösung, was das rationale Design funktioneller Biomoleküle ermöglicht.

Günter Schwarz

Die Arbeitsgruppe untersucht Protein-Struktur-Funktions-Beziehungen vom Grundstoffwechsel bis zur molekularen Neurowissenschaft, mit Schwerpunkten auf der Biosynthese des Molybdän-Cofaktors, der Molybdän-Cofaktor-Defizienz sowie der Strukturbiologie inhibitorischer Neurorezeptoren.

Jan Riemer

Die Arbeitsgruppe erforscht die Redox-Kontrolle zellulärer Prozesse und die Integration von Mitochondrien in zelluläre Signalnetzwerke, mit Fokus auf Redox-Homöostase, mitochondrialer Biogenese, Proteostase und der metabolischen Regulation von Proteom-Plastizität.

Karsten Niefind

Die Arbeitsgruppe untersucht mittels Röntgenkristallographie die dreidimensionale Struktur biologisch relevanter Proteine und Enzyme, darunter eukaryontische Proteinkinasen, pflanzliche Immunsignalproteine sowie Enzyme des bakteriellen Schadstoffabbaus und biotechnologischer Anwendungen.

Elmar Behrmann

Die AG erforscht Struktur und Dynamik von Proteinen in funktionellen Zuständen. Mit Kryo-EM werden flexible Systeme und lichtgetriebene Mechanismen in naturnahen Umgebungen aufgeklärt, um molekulare Funktionsweisen besser zu verstehen.

Eine Ansammlung von kristallinen Strukturen, die strahlenförmig aus einem Zentrum wachsen. Die Kristalle weisen scharfe Kanten und prismatische Formen auf und leuchten in intensiven Farben wie Magenta, Gelb und Grün vor einem türkisblauen Hintergrund.

Ulrich Baumann

Strukturbiologische Forschung an extrazellulärer Matrix und proteolytischen Systemen. Die AG kombiniert Biochemie, Biophysik und moderne Methoden wie Kryo-EM und Röntgenkristallographie zur Aufklärung von Proteinstrukturen und -interaktionen.

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Struktur

Das Strukturprinzip der Molekularbiologie besagt: Funktion folgt aus Struktur. Um diesen Zusammenhang aufzuklären, setzen die Forschenden im Department ein breites methodisches Spektrum ein, darunter Kryo-Elektronenmikroskopie, Röntgenkristallographie, Festkörper- und Lösungs-NMR sowie Massenspektrometrie. Die so gewonnenen dreidimensionalen Strukturinformationen bilden die molekulare Grundlage für das rationale Design neuer Wirkstoffe und das mechanistische Verständnis biologischer Prozesse.

Dieses Thema vereint

Erik Strub

The group is interested in fundamental chemistry of the artificial element Technetium. Further, we collaborate with the institutes of geology and nuclear physics in the field of accelerator mass spectrometry. We are performing radiometric analyses, and apply X-ray Fluorescence for archeometry.

Mathias Schäfer

Mathias Schäfer erforscht Ionisierungs- und Fragmentierungsmechanismen sowie die Strukturanalyse von Naturstoffen mittels Tandem-Massenspektrometrie, Infrarot-Multiphotonendissoziation, Photoaktionsspektroskopie und Ionenmobilitätsspektroskopie, ergänzt durch quantenchemische Berechnungen.

Daniel Friedrich

Das Friedrich Lab nutzt NMR, um Struktur-Aktivitäts-Beziehungen in biomolekularen Wechselwirkungen aufzuklären und molekulare Prinzipien biologischer Funktionen zu definieren. Der Fokus liegt auf dynamischen Übergängen mit atomarer Auflösung, was das rationale Design funktioneller Biomoleküle ermöglicht.

Karsten Niefind

Die Arbeitsgruppe untersucht mittels Röntgenkristallographie die dreidimensionale Struktur biologisch relevanter Proteine und Enzyme, darunter eukaryontische Proteinkinasen, pflanzliche Immunsignalproteine sowie Enzyme des bakteriellen Schadstoffabbaus und biotechnologischer Anwendungen.

Elmar Behrmann

Die AG erforscht Struktur und Dynamik von Proteinen in funktionellen Zuständen. Mit Kryo-EM werden flexible Systeme und lichtgetriebene Mechanismen in naturnahen Umgebungen aufgeklärt, um molekulare Funktionsweisen besser zu verstehen.

Eine Ansammlung von kristallinen Strukturen, die strahlenförmig aus einem Zentrum wachsen. Die Kristalle weisen scharfe Kanten und prismatische Formen auf und leuchten in intensiven Farben wie Magenta, Gelb und Grün vor einem türkisblauen Hintergrund.

Ulrich Baumann

Strukturbiologische Forschung an extrazellulärer Matrix und proteolytischen Systemen. Die AG kombiniert Biochemie, Biophysik und moderne Methoden wie Kryo-EM und Röntgenkristallographie zur Aufklärung von Proteinstrukturen und -interaktionen.

Simone Wiegand

Die Arbeitsgruppe erforscht Transportprozesse in wässrigen Systemen, insbesondere Thermodiffusion und Thermophorese, und untersucht mit optischen Streumethoden den Einfluss von Hydrathüllen und Wasserstoffbrückenbindungen auf biologische und biokompatible Verbindungen.

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Enzyme

Enzyme beschleunigen biochemische Reaktionen unter physiologischen Bedingungen mit beeindruckender Substratspezifität und katalytischer Effizienz. Im Department werden Enzyme sowohl als Forschungsobjekte als auch als biotechnologische Werkzeuge untersucht: etwa für den enzymatischen Einbau artifizieller Nukleotide in Nukleinsäuren, für enantioselektive Synthesereaktionen oder zur Aufklärung der molekularen Ursachen von Stoffwechselerkrankungen wie der Molybdän-Cofaktor-Defizienz.

Dieses Thema vereint

Günter Schwarz

Die Arbeitsgruppe untersucht Protein-Struktur-Funktions-Beziehungen vom Grundstoffwechsel bis zur molekularen Neurowissenschaft, mit Schwerpunkten auf der Biosynthese des Molybdän-Cofaktors, der Molybdän-Cofaktor-Defizienz sowie der Strukturbiologie inhibitorischer Neurorezeptoren.

Karsten Niefind

Die Arbeitsgruppe untersucht mittels Röntgenkristallographie die dreidimensionale Struktur biologisch relevanter Proteine und Enzyme, darunter eukaryontische Proteinkinasen, pflanzliche Immunsignalproteine sowie Enzyme des bakteriellen Schadstoffabbaus und biotechnologischer Anwendungen.

Bernd Goldfuß

Die AG Goldfuss untersucht die molekularen Ursachen von Reaktivität und Stereoselektivität – durch enge Verknüpfung von Synthese, asymmetrischer Katalyse und computerchemischen Methoden. Schwerpunkte sind Wasserstoffbrücken-Organokatalyse und Terpen-Synthasemechanismen.

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Redox

Oxidations- und Reduktionsprozesse sind grundlegend für nahezu alle energieübertragenden und regulatorischen Vorgänge in lebenden Zellen. Sie koppeln die mitochondriale Atmungskette an den Zellstoffwechsel, schützen vor reaktiven Sauerstoffspezies und modulieren Proteinfunktionen durch reversible Oxidation. Die Forschenden im Department untersuchen die molekularen Mechanismen der zellulären Redox-Homöostase sowie deren Verflechtung mit mitochondrialer Biogenese, Proteostase und intrazellulären Signalnetzwerken.

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Günter Schwarz

Die Arbeitsgruppe untersucht Protein-Struktur-Funktions-Beziehungen vom Grundstoffwechsel bis zur molekularen Neurowissenschaft, mit Schwerpunkten auf der Biosynthese des Molybdän-Cofaktors, der Molybdän-Cofaktor-Defizienz sowie der Strukturbiologie inhibitorischer Neurorezeptoren.

Jan Riemer

Die Arbeitsgruppe erforscht die Redox-Kontrolle zellulärer Prozesse und die Integration von Mitochondrien in zelluläre Signalnetzwerke, mit Fokus auf Redox-Homöostase, mitochondrialer Biogenese, Proteostase und der metabolischen Regulation von Proteom-Plastizität.

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Peptide

Peptide entfalten trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe eine bemerkenswerte biologische Funktionsvielfalt als Hormone, antimikrobielle Agenzien, Zellsignalmoleküle und Membranmodulatoren. Im Department werden Peptide rational designed, synthetisiert und strukturell wie funktionell charakterisiert. Ein zentraler Forschungsschwerpunkt liegt auf membranaktiven und zellpenetrierenden Peptiden, die als molekulare Transporter für die gezielte intrazelluläre Applikation therapeutischer Wirkstoffe eingesetzt werden können.

Dieses Thema vereint

Daniel Friedrich

Das Friedrich Lab nutzt NMR, um Struktur-Aktivitäts-Beziehungen in biomolekularen Wechselwirkungen aufzuklären und molekulare Prinzipien biologischer Funktionen zu definieren. Der Fokus liegt auf dynamischen Übergängen mit atomarer Auflösung, was das rationale Design funktioneller Biomoleküle ermöglicht.

Ralf Giernoth

Die Arbeitsgruppe entwickelt schaltbare Moleküle und Lösungsmittel für biomedizinische Anwendungen, untersucht ionische Flüssigkeiten sowie deren Wechselwirkungen und synthetisiert neue chirale Anionen als starke Brønsted-Säuren für asymmetrische Anwendungen.

Ines Neundorf

Die AG entwickelt und untersucht membranaktive und zellpenetrierende Peptide. Fokus liegt auf Synthese, Modifikation und funktioneller Analyse zur gezielten Beeinflussung zellulärer Prozesse sowie für Anwendungen in Wirkstofftransport und Therapie.

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Nukleotide

Nukleotide und Nukleinsäuren erfüllen weit über ihre klassische Rolle als Informationsträger hinaus vielfältige zelluläre Funktionen: als regulatorische RNA-Moleküle, als Cofaktoren enzymatischer Reaktionen und als Signalmoleküle in Immunantworten. Die Arbeitsgruppen des Departments synthetisieren chemisch modifizierte Nukleotidbausteine und entwickeln artifizielle Basenpaarsysteme, um den natürlichen genetischen Code funktionell zu erweitern. Anwendungsfelder reichen von der EPR-basierten RNA-Strukturanalyse über therapeutische mRNA-Optimierung bis zur chemischen Stärkung pflanzlicher Pathogenabwehr.

In diesem Forschungsbereich aktiv

Daniel Friedrich

Das Friedrich Lab nutzt NMR, um Struktur-Aktivitäts-Beziehungen in biomolekularen Wechselwirkungen aufzuklären und molekulare Prinzipien biologischer Funktionen zu definieren. Der Fokus liegt auf dynamischen Übergängen mit atomarer Auflösung, was das rationale Design funktioneller Biomoleküle ermöglicht.

Stephanie Kath-Schorr

Die AG Kath-Schorr entwickelt chemisch modifizierte Nukleinsäuren mit künstlichen Basenpaaren und neuartigen Rückgradanaloga. Ziel ist die präzise Markierung und gezielte Funktionalisierung von RNA für Strukturstudien, therapeutische Anwendungen und die Stärkung pflanzlicher Immunantworten.

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